Haikus sind japanische Kurzgedichte mit der Silbenlänge 5-7-5.

Irdische Muse
ist dieses Mal nun als Mann
wiedergeboren.
Mann mit Flügeln schwebt.
Aus dem Weltall gestrandet
sucht er die Schönheit.

„Ich bin der Captain!“
sagt mir der Mann selbstbewusst.
„Und dann noch Künstler.“
Der Captain malt gern.
Inspiration vom Himmel
in schönen Farben.

„Schreib für mich!“ sagt er.
Der Befehl hat Energie.
Ich muss loslegen.
Der Captain ruft mich
für eine Wanderung durch
himmlische Sphären.
Schau an, die Muse!
Ein fremder Mann wie aus Glas
inspiriert mich gleich.

Außerirdische
fliegen nicht in Raumschiffen.
Teleportation.
Ich befinde mich
in seinem Seelenraum. Huch!
Wie macht er das nur?
Sein Seelenraum ist
so groß, leicht und ganz mächtig.
Ob er das wohl weiß?
Es ist ganz schwarz hier.
Seine Trauer umgibt mich.
Mein Licht löst sie auf.

Auftrag des Himmels:
„Stell dich deinen Dämonen!“
Sonst löst du nichts auf.
Es passiert so schnell,
dass man den Captain verletzt.
Welch‘ schwieriger Mensch!
Mein Licht ist zu hoch.
Seine Frequenz fiel hier schnell.
Ich stoße ihn ab.
Nach kleinem Ärger
ist empfindlich der Captain
weitergeflogen.
Ein Seelenpartner
muss auf diesem Planeten
kein Ehemann sein.
Er ist schon weit weg.
Karma-Aufgaben trennen
unsere Wege.

Ich kann ihn spüren.
Auch auf weite Distanz, denn
wir sind verbunden.
Er gibt den Raum frei,
damit ein Mann ihn betritt,
der Verbindung mag.
