Suchtreigen

 

Haikus mit der Silbenlänge 5-7-5.

 

Der Junkie läuft den

Drogenpegel runter und

nimmt neue Drogen.

 

Er braucht Suchtmittel.

Seine Lebensaufgabe

schüchtert ihn so ein.

 

Eine Pille gab

man dem Alkoholiker.

Er fiel ins Koma.

 

Hinter dem Körper

wartet die Kifferseele,

dass der Rausch vergeht.

 

Wir, die Gesellschaft,

produzieren unsere

eigenen Junkies.

 

 

Die Liebesfrequenz

der Süchtigen ist niedrig.

Schau auf die Eltern.

 

Suchtahnenreihe.

Papa trinkt, Sohnemann trinkt.

Wie stoppt man das nur?

 

„Ich trinke nicht!“ sagt

der geheimnisvolle Mann.

Was rieche ich dann?

 

 

Ich verleihe Geld.

und spüre Bedürftigkeit.

Zieh die Frequenz hoch.

 

Unbemerkt blieb es.

Glücksspiel und Drogen nahm er.

Mein Ex war stets nett.

 

 

Freundlich und kraftlos.

Warum ziehe ich sie an?

Ich kann nichts geben.

 

Emotionale

Abhängigkeit erkennt man

auf den zweiten Blick.

 

Ich werde niemals

dir so viel geben können

wie du von mir brauchst.

 

Energievampir.

Du bedienst dich nicht bei mir.

Ich nehme Abstand.

 

Schlechtes Gewissen.

„Warum hast du mir denn nicht

geholfen?“ fragt er.

 

Die Verantwortung

deiner Sucht liegt nicht bei mir.

Trag das mal schön selbst.

 

Du klammerst bei mir.

Andere retten geht nicht.

Schaffst du es nicht selbst?

 

Wenn du Hilfe brauchst,

kannst du es mir ja sagen.

Ich laufe nicht weg.

 

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